Experten warnen vor islamistischem Gefährder aus Berlin


Das „Violence Prevention Network“ hat die Situation um Gefährder neu bewertet. Mehrere Namen wurden der Polizei gemeldet, darunter einer aus Berlin.

Frank Bachner | DER TAGESSPIEGEL

Nach den islamistischen Attentaten von Nizza und Paris gibt es Angst vor Nachahmungstätern.dpa

Thomas Mücke hatte die Demonstration der Muslime nach den Morden eines Islamisten in Nizza sehr genau registriert. Die Menschen protestierten in Neukölln gegen die angeblich islamfeindliche Politik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und die Mohammed-Karikaturen. Die Demonstranten bezeichneten sich als friedlich, aber Mücke, Geschäftsführer der Organisation „Violence Prevention Network“ (VPN), sagt: „Man muss das ernst nehmen.“ Er meint damit die Gefahren, die mit diesen Protesten verbunden sein könnten.

VPN kümmert sich um Menschen, die in die islamistische Szene abgedriftet sind. Mücke sagt: „Nach jedem Anschlag haben wir Angst, dass jemand losgeht und etwas unternimmt. Das Problem nach einem Attentat sind die Trittbrettfahrer.“

VPN hatte auch den 20-Jährigen Syrer Abdullah Al H. während und nach dessen Haft betreut, der am 4. Oktober in Dresden einen Touristen getötet und seinen Begleiter verletzt haben soll. Das letzte Treffen fand zwei Tage, bevor der 20-Jährige als Tatverdächtiger festgenommen wurde, statt.

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