Klima erwärmt Meere: Die Geduld der Ozeane ist am Ende


Alarmierende Nachrichten aus Sibirien und dem Weddellmeer: Methan wird freigesetzt und die Temperatur steigt auch in 2.000 Metern Tiefe.

Bernhard Pötter | taz

Polarlichter am Nachthimmel über dem Weddellmeer. Bild: dpa

Schlechte Nachrichten aus den Weltmeeren: Vor der sibirischen Küste hat jetzt möglicherweise auch der Permaforst am Boden des Meeres zu schmelzen begonnen. Ein internationales Team an Bord des russischen Forschungsschiffs „R/V Akademik Keldysh“ berichtet von hohen Methankonzentrationen in 350 Metern Tiefe der Laptewsee.

Sie deuten darauf hin, dass das Eis am Meerboden taut und das potente Treibhausgas Methan an die Oberfläche blubbern lässt. Die Messungen sind laut dem britischen Guardian vorläufig, doch die Forscher fanden Konzentrationen, die vier- bis achtmal so hoch wie gewöhnlich sind.

Sie sehen darin möglicherweise den Beginn einer Entwicklung, die sich nicht mehr aufhalten lässt: Wärmeres Wasser aus dem Atlantik strömt in das Gebiet 600 Kilometer nördlich der sibirischen Küste und löst das Eis.

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