Säugetiere: Sozial schon zu Dino-Zeiten


Von den Nagetieren bis zu den Primaten – viele heutige Säugetierarten bilden Gruppen oder Kolonien. Paläontologen präsentieren nun die bisher ältesten bekannten Hinweise auf eine derart soziale Lebensweise bei Vertretern der Säugetiere. Demnach lebten schon im Zeitalter der Dinosaurier Nagetier-artige Säugetiere in Gemeinschaften aus mehreren erwachsenen Tieren. Sie errichteten vor etwa 75 Millionen Jahren vermutlich Kolonien in unterirdischen Bauten, ähnlich wie die heutigen Erdhörnchen, geht aus den Fossilien und der Lage der Funde hervor.

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Offenbar lebten urtümliche Säuger schon in Sozialgruppen, als noch die Dinosaurier das Land beherrschten. (Künstlerische Darstellung: Misaki Ouchida)

Entstanden sind die ersten Vertreter der Säugetiere schon im Jura-Zeitalter oder sogar noch früher. Doch über viele Jahrmillionen hinweg führten sie eher ein Schattendasein: Erst nachdem die nicht-vogelartigen Dinosaurier dem Massenaussterben vor 66 Millionen Jahren zum Opfer gefallen waren, begann die große Karriere dieser Tiergruppe. Die Säugetiere eroberten die frei gewordenen Lebens-Nischen und fächerten sich in viele Gruppen und Arten mit einem breiten Spektrum an Körpermerkmalen und Verhaltensweisen auf. Bisher ging man dabei davon aus, dass die frühen Säugetiere Einzelgänger waren und sich soziale Lebensweisen erst nach dem Ende der Kreidezeit bei einigen Arten entwickelt haben.

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