UV-Licht lässt Schnabeltier im Dunkeln leuchten


Geheimnisvolles Leuchten: Wird das Fell von Schnabeltieren von ultraviolettem Licht getroffen, leuchtet es in strahlendem Grün oder Cyan auf – es ist fluoreszierend, wie Forscher herausgefunden haben. Dies ist der erste Nachweis von Biofluoreszenz bei einem Kloakentier und damit einer besonders urtümlichen Gruppe der Säuger. Das könnte bedeuten, dass diese Fähigkeit bei mehr Säugetieren vorhanden ist als bislang vermutet.

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Das Schnabeltier ist schon per se ein bizarres Wesen – jetzt kommt noch die Fähigkeit zur Biofluoreszenz hinzu. ©Goddard Photography

Ob Quallen, Fische, Schmetterlinge oder Korallen: Das Phänomen der Biofluoreszenz ist in der Tierwelt nicht selten. Dieses Leuchten tritt auf, wenn bestimmte Moleküle in den Geweben und Zellen der Tiere durch kurzwelliges, energiereiches Licht angeregt werden. Sie geben dann die überschüssige Energie in Form von längerwelligem, farbigem Licht wieder ab. Besonders häufig kommt die Biofluoreszenz offenbar bei Meerestieren, Amphibien und auch einigen Reptilien wie dem Chamäleon vor.

Bei Säugetieren scheint diese Fähigkeit zum Leuchten dagegen eher die Ausnahme. Bislang war nur für Opossums und Gleithörnchen bekannt, dass sie unter UV-Licht fluoreszieren.

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