Mitglieder von „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ in Polizeigewahrsam


Ihr Ziel: der Erhalt von Ortschaften und Gotteshäusern. Ihr Feind: das Braunkohle-Abbaugebiet Garzweiler II. Doch jetzt bekamen es Mitglieder der christlichen Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ mit der Polizei zu tun.

katholisch.de

Eine Protest-Prozession einer christlichen Initiative gegen den Braunkohleabbau im rheinischen Revier ist von der Polizei aufgelöst worden. Die rund 20 Teilnehmer seien in Gewahrsam genommen worden, um ihre Personalien festzustellen, sagte die Sprecherin des Aachener Polizeipräsidiums, Petra Wienen, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag. Sie hätten um einen der Bäume in der Nähe von Lützerath gestanden, die der Energiekonzern RWE seit Montagabend fällen lässt. Es handele sich um das Betriebsgelände des Konzerns. Die Protestteilnehmer hätten dieses nicht freiwillig verlassen wollen.

Die christliche Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ hatte bereits am Montagabend einen Gottesdienst in der Nähe von Lützerath gefeiert, wie der Sprecher des Bündnisses „Alle Dörfer bleiben“, David Dresen, auf Anfrage erklärte. Am Morgen seien rund 20 Christen in einer Prozession mit einem gelben Kreuz um den Baum gezogen. Es habe auch Gesang und Gebete gegeben. „Wir haben das als Versammlung eingestuft“, erklärte Polizei-Sprecherin Wienen.

weiterlesen