Parlamentarische Anfrage zu Gottesdienst-Begriff geplant: Gottesdienst-Missbrauch verhindern


Wie verhindert man, dass eine Veranstaltung zu einem Gottesdienst erklärt wird – und trotz Anti-Corona-Maßnahmen statfinden kann? Damit soll sich die bayerische Regierung beschäftigen, wenn es nach ihrem Antisemitismusbeauftragten geht.

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Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Ludwig Spaenle (CSU) hat vor einem Missbrauch des Gottesdienst-Begriffs durch Gegner der Anti-Corona-Maßnahmen gewarnt. Er kündigte deshalb am Dienstag in München an, in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter eine Parlamentarische Anfrage zu stellen. So wolle er von der Staatsregierung erfahren, wie diese den Missbrauch des Gottesdienst-Begriffs künftig verhindern wolle.

Gottesdienst ohne Hygienekonzept

Hintergrund ist eine Kundgebung der Initiative „Querdenken 089“ am 1. November. Für die Versammlung waren 1.000 Teilnehmer genehmigt worden. Als diese Zahl überschritten wurde, teilte laut Polizeibericht ein Rechtsanwalt des Versammlungsleiters mit, dass statt einer Versammlung ein Gottesdienst stattfinden soll. Für Gottesdienste unter freiem Himmel gibt es in Bayern keine Teilnehmer-Obergrenze.

Allerdings muss der Veranstalter für die Einhaltung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht sorgen sowie ein Hygienekonzept vorlegen. Dies war auf der Theresienwiese nicht der Fall. Dennoch ließ man die Veranstalter anfänglich gewähren.

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