Erzbistum Köln: Missbrauchs-Gutachten bleibt komplett geheim


Das Erzbistum Köln wird das von ihm beauftragte Gutachten einer Münchner Kanzlei zu sexualisierter Gewalt nicht veröffentlichen – auch nicht in Teilen. Die Vorgänge um das Gutachten erläutert die Diözese nun in einer ausführlichen Liste.

katholisch.de

Das Gutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) zur unabhängigen Untersuchung von Missbrauch im Erzbistum Köln wird auch in Teilen nicht veröffentlicht. Das geht aus einer am Mittwoch von der Erzdiözese veröffentlichten Liste von Fragen und Antworten hervor. Zwar hätten sich die Beanstandungen durch die Professoren Matthias Jahn und Franz Streng an dem von der Münchener Kanzlei angefertigten Gutachten nur auf die Teile IX („Persönliche Verantwortlichkeiten“), III („Vorgehensweise bei der Untersuchung“), IV („Die tatsächlichen Hintergründe“) und VII („Bewertung der untersuchten Fälle“) bezogen, die dabei konstatierten „methodischen Mängel“ machten jedoch eine Teilveröffentlichung „nicht möglich“, so das Erzbistum. Dies würde „dem Sinn eines belastbaren und rechtssicheren Gutachtens widersprechen“. Das Erzbistum Köln ist allerdings bereit, das WSW-Gutachten den Mitgliedern des Betroffenenbeirats „zur Kenntnis anzubieten“, sobald ein bereits beauftragtes neues „ordentliches und belastbares“ Gutachten vorliegt.

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