Kirchen erleichtert über Verschiebung der Umsatzsteuerpflicht


Mit Erleichterung reagieren die evangelischen Landeskirchen auf den um zwei Jahre aufgeschobenen Start der Umsatzsteuerpflicht für ihre Gemeinden. Ab Ende 2022 müssen bestimmte Einnahmen, etwa auf Pfarrfesten, Basaren oder Gemeindefahrten, versteuert werden.

evangelisch.de

Die neue Frist bis Ende 2022 biete Gelegenheit zum Luftholen und Durchatmen, sagte ein Sprecher der Evangelischen Kirche im Rheinland dem Evangelischen Pressedienst. Die Corona-Krise habe die Probleme bei der Umsetzung der Reform erheblich verschärft. Der Steuerreferent der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Matthias Schock, sagte, man wolle den verlängerten Übergangszeitraum zur optimalen Vorbereitung auf die Umstellung nutzen. Noch immer gebe es bei der Umsetzung offene Fragen zwischen kirchlichen und staatlichen Stellen, so Schock.

Die rheinische Landeskirche nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Besteuerung des Friedhofswesens, der Schulen und das Verfahren zur Steuerbefreiung kultureller Einrichtungen der Kirchen wie Chöre und Büchereien. Auch bei der Anmeldung kirchlicher Körperschaften bei den Finanzämtern seien noch Details zu klären, erklärte Tobias Gäbel, Projektleiter der westfälischen Landeskirche für die Steuerumstellung.

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