„Wir wollen keine Islamisten in Berlin und keine Islamhasser“

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Berlins Innensenator Geisel will nach dem Vorbild Londons bis Jahresende ein Antiterrorkonzept für Berlin vorlegen.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin. (dpa/Christoph Soeder)

Deutschland und Berlin stünden weiterhin im Fokus des islamistischen Terrors, sagte Geisel in einer Aktuellen Stunde im Berliner Abgeordnetenhaus. Er forderte vor dem Hintergrund der Anschläge in Paris, Nizza, Dresden und Wien ein entschiedenes Vorgehen gegen Islamisten. Bei der Strafverfolgung sei klar, dass größter Verfolgungsdruck und harte Strafen notwendig seien, erklärte Geisel. Er forderte weiter, die Dinge beim Namen zu nennen: „Ein Islamist ist ein Islamist.“ Zugleich problematisierte Geisel, dass Populisten einfache Gläubige mit Islamisten gleichsetzten. In Berlin seien auch Zehntausende friedliebender Muslime zu Hause: „Wir wollen keine Islamisten in der Stadt. Aber wir wollen auch keine Islamhasser.“

Werte wie Freiheit und Toleranz dürften nicht über Bord geworfen werden. Europa bleibe Ziel von Flucht und Migration. Wichtig sei deshalb, dass in einer offenen Gesellschaft von allen andere Lebensentwürfe respektiert werden.