Pilz-Pflanzen-Freundschaft versüßt Tomaten


Ein Austausch mit Freunden tut gut – das gilt auch für Pflanzen. Forschern ist es nun gelungen, auch Tomatenpflanzen in der Gewächshaus-Produktion ein Zusammenleben mit ihren freundschaftlichen Symbiosepartnern zu ermöglichen. Diese sogenannten Mykorrhiza-Pilze senken dabei den Düngebedarf der Pflanzen mit dem Mangelnährstoff Phosphat erheblich. Zudem wirkt sich die Symbiose positiv auf die geschmacklichen und gesundheitlich wirksamen Inhaltsstoffe der Tomatenfrüchte aus, zeigen die Untersuchungen.

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Tomatenpflanzen, die in einer Symbiose mit Pilzen leben, benötigen weniger Dünger und produzieren bessere Früchte. (Bild: Bettina Hause, IPB)

Sie sind eigentlich eher als Krankheitserreger bei Pflanzen bekannt, doch unter den Pilzen gibt es nicht nur Feinde, sondern auch Freunde: Einige bodenlebende Arten bauen mit bestimmten Pflanzen eine innige Austausch-Beziehung auf – eine sogenannte Mykorrhiza-Symbiose. Über eine Verbindung zwischen dem Pilzgeflecht im Boden und den Pflanzenwurzeln tauschen die Partner dabei Nährstoffe aus. Dieser „Handel“ findet bei der weit verbreitetsten Form der Mykorrhiza-Symbiose über ein faszinierendes Gebilde statt: In einigen Zellen der Wurzeln bilden Pilz und Pflanze gemeinsam eine bäumchenartige Struktur (Arbuskel) aus, über die der Nährstofftransfer abgewickelt wird. Der Pilz liefert der Pflanze dabei vor allem den Nährstoff Phosphat aus dem Erdreich an und bekommt im Gegenzug Zuckerstoffe bereitgestellt.

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