Wider die Gewöhnung

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Corona und Trump, Trump und Corona – nur das ist, was noch interessiert in diesen Tagen. Die Pandemie und die wankende Traditionsdemokratie, das überschattet alles andere. So ist es in derart historischen Zeiten, insoweit kein Problem.

Richard Meng | Frankfurter Rundschau

Zwei Affen mit Maske. ©MOHD RASFAN

Ein Problem ist aber die Art, wie solche Megathemen mit der Zeit alles Denken beeinflussen. Wie man sich nach und nach abgewöhnt, das Ganze und den längerfristigen Prozess zu betrachten. Wenn alles sich nur noch um den neuesten Infektionstrend oder um den nächsten Tabubruch in Washington dreht, weil das nun mal so existenziell ist. Vom Tag her betrachtet.

Das Ganze? Es ist schwer erkennbar in solchen Phasen. Die Entwicklung der liberalen Demokratien und ihrer Ausstrahlung, bedroht von innen durch die rechten Populisten und von außen durch die Ruchlosigkeit autoritärer Ideologen.

Die Trumps der Welt schwingen die Abrissbirne – und was steht wie dagegen? Dann die Frage sozialer Spaltungen weltweit, durch Corona verstärkt, selbst wenn es so richtig noch nicht zu Tage tritt, auch weil das „eigene“ Land finanziell derart in die Vollen gehen kann.

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