Geplantes Gesetz in Dänemark: Gottes Wort nur noch auf dänisch


Die Regierung in Kopenhagen will, dass Predigten in dänischer Sprache verpflichtend sind. Das dürfte der deutschen Minderheit Probleme bereiten

Kåre Holm Thomsen | taz

Predigt in der Frauenkirche von Kopenhagen Foto: Martin Sylvest/imago

In Dänemark sollen in Zukunft alle religiösen Predigten und Verkündungen in dänischer Sprache stattfinden. Die sozialdemokratische Regierung plant diesbezüglich ein neues Gesetz, um mehr Transparenz herzustellen und sogenannte islamistische Hassprediger in dänischen Moscheen zu verhindern, wie sie bekanntgab. Dänemarks Regierungen sind für ihre harte Linie in der Integrationspolitik bekannt.

Das Gesetzesvorhaben schreckt auch die deutsche Minderheit in Dänemark auf. Im dänischen Nordschleswig (Sønderjylland) leben etwa 15.000 Menschen, die sich zu dieser Gruppe zählen. „Ich mache mir Sorgen um unsere kleine Minderheit,“ sagt Christa Hansen, deutsche Pastorin der allgemeinen dänischen Volkskirche in Hadersleben (Haderslev) der taz. „Warum muss man gleich in die Kultur traditioneller und zugewanderter Minderheiten eingreifen?“ fragt auch Cornelia Simon, Pastorin in Gravenstein (Gråsten).

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