K2-141b: Ein Exoplanet mit Oberfläche, Ozean und Atmosphäre aus Gestein


Mit Simulationen haben Forscher ermittelt, wie es auf einem besonders extremen Exoplaneten aussehen dürfte. Dort besteht demnach alles aus Gestein.

Martin Holland | heise online

Künstlerische Darstellung der extremen Welt (Bild: Julie Roussy, McGill Graphic Design, Getty Images)

Forscher haben einen Exoplaneten mit einer besonders extremen Zusammensetzung gefunden: Die Oberfläche, der Ozean und eine Atmosphäre auf K2-141b setzen sich alle aus Gestein zusammen. Details zu den extremen Verhältnissen auf dem Exoplaneten haben sie auf Basis der bekannten Daten etwa über die Dichte mithilfe von Computermodellen simuliert, erklären die Forscher der kanadischen McGill-Universität. Demnach peitschen dort Winde mit mehr als 5000 Kilometern pro Stunde über einen 100 Kilometer tiefen Lavaozean. Was auf der Erde der Wasserkreislauf, gebe es auf dem Exoplaneten analog, nur mit den Grundstoffen Natrium, Siliciummonoxid sowie Siliciumdioxid.

K2-141b wurde mit dem NASA-Weltraumteleskop Kepler entdeckt und umkreist seinen mehr als 200 Lichtjahre von uns entfernten Stern in gerade einmal 0,00716 AE (Astronomische Einheit) Entfernung. Das ist weniger als ein Prozent der Entfernung der Erde von der Sonne und mehr als 40 Mal näher als Merkur der Sonne. Weil K2-141b seinem Stern derart nah ist, rotiert er gebunden.

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