Missbrauch: Vatikan bestraft polnischen Kardinal Gulbinowicz


Er darf keine Messen mehr zelebrieren, keine Bischofsinsignien nutzen und wird nicht in der Kathedrale beigesetzt: Der Vatikan hat harte Strafen gegen den 97-jährigen Altbischof Henryk Gulbinowicz verhängt. Er ist der zweitälteste Kardinal der Welt.

katholisch.de

Der Vatikan hat Disziplinarstrafen gegen den des sexuellen Kindesmissbrauchs beschuldigten polnischen Kardinal Henryk Gulbinowicz (97) verhängt. Der frühere Erzbischof von Breslau (Wroclaw) darf keine Gottesdienste mehr zelebrieren oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen, erklärte die Vatikanbotschaft am Freitag in Warschau. Zudem wurde ihm die Nutzung von Bischofsinsignien verboten und ausgeschlossen, dass es nach seinem Tod in der Kathedrale eine Trauerfeier für ihn gibt und er dort beigesetzt wird.

Der Kardinal muss der von der Polnischen Bischofskonferenz für Betroffene von sexueller Gewalt gegründeten „Sankt-Josef-Stiftung“ eine „angemessene“ Spende zahlen, so die Apostolische Nuntiatur. Die Stiftung bietet seit diesem Jahr Unterstützung durch Psychologen, Pädagogen, Juristen und Priester an und engagiert sich in der Prävention.

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