Wiener Terrorist hatte brisante Verbindungen nach Deutschland


Der Attentäter führte den Anschlag wohl allein aus, hinter ihm stand aber ein Netzwerk von Deutschland bis auf den Balkan

Fabian Schmid, Jan Michael Marchart | DERSTANDARD

Polizisten durchsuchten am Freitag zwei Moscheen in Wien. Foto: EPA/Huber

Als Teenager Richtung Syrien aufgebrochen, geschnappt und zu fast zwei Jahren Haft verurteilt: Es sind erstaunliche Parallelen, die Anzor W. und K. F. miteinander verbinden. Noch kurz bevor K. F. am Montag in die Wiener Innenstadt fuhr, um ein Blutbad anzurichten, sollen die beiden miteinander in Kontakt gestanden sein. Monate zuvor hatte W. mit seiner Familie noch selbst in Wien gelebt.

Für die Ermittler war das Grund genug, Freitagfrüh mit Polizisten der Eliteeinheit GSG9 in die Wohnung von W. in Schleswig-Holstein einzudringen. Außerdem wurden zwei Verdächtige festgenommen, die im Juli 2020 den späteren Attentäter in Wien besucht hatten, sowie eine Person, die in Kontakt zum Umfeld des Täters stand. In Österreich waren bereits in den Tagen zuvor 15 Personen vorläufig festgenommen worden, über acht von ihnen wurde U-Haft verhängt, zwei sind noch nicht in Justizanstalten eingeliefert worden. Auch in der Schweiz setzte es zwei Festnahmen.

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