Bedford-Strohm: Evangelische Kirche muss Doppelstrukturen abbauen


Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erwartet angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen schmerzliche Einschnitte. Es müssten möglicherweise auch Ausgaben gekürzt werden, die eigentlich sinnvoll sind, die die Kirche aber nicht mehr weiter finanzieren könne, sagte Bedford-Strohm dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor den zweitägigen Synodenberatungen, die am Sonntagvormittag beginnen. Konkrete Beispiele nannte er mit Verweis auf die bevorstehenden Beratungen nicht.

evangelisch.de

Der bayerische Landesbischof mahnte zu stärkerer Zusammenarbeit innerhalb der EKD und zum Abbau von Doppelstrukturen. Die EKD sieht er in der Rolle eines koordinierenden Dienstleisters unter den 20 Landeskirchen. Als Beispiel nannte er das Thema Digitalisierung. „Da macht es keinen Sinn, dass jede Landeskirche ihre eigenen Dinge entwickelt“, sagte Bedford-Strohm in dem Interview für epd video.

Laut Beschlussvorlage für die Synode will die EKD bis 2030 rund 20 Prozent ihrer Ausgaben einsparen, das sind etwa 17 Millionen Euro. Die EKD-Finanzexperten haben dafür eine Streichliste vorgelegt, die Kürzungen von Zuschüssen etwa für kirchliche Hochschulen, die Frauen- und Männerarbeit sowie die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen vorsehen.

weiterlesen

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.