Spinne jagt mit Fangnetz und Salto


Raffinierter Jäger: Die Wurfnetzspinne auf diesem Foto hat soeben ein Fangnetz gesponnen, das sie mit ihren Vorderbeinen festhält. Entdeckt sie ein Insekt, wirft sie das Netz blitzartig über ihr Opfer – und macht dabei sogar Rückwärtssalti.

wissenschaft.de

(Bild: Jay Stafstrom)

Wurfnetzspinnen (Deinopis) haben ihren Namen ihrer nächtlichen Jagdtechnik zu verdanken: Sie spinnen – an einem Faden über dem Boden hängend – ein Fangnetz, das sie zwischen den Vorderbeinen halten. Mit ihren großen Mittelaugen können die Spinnen selbst im Dunkeln Insekten am Boden erkennen und stülpen dann in Sekundenschnelle ihr Netz über das Opfer. Während schon diese Jagdmethode ungewöhnlich klingt, zeigt die im Südosten der USA heimische Wurfnetzspinne eine noch kuriosere Fangstrategie: Sie erbeutet selbst hinter ihr fliegende Insekten, die sie nicht sehen kann, und legt dazu einen akrobatischen Rückwärtssalto hin.

Doch wie bemerkt der Achtbeiner die fliegenden Insekten? Lange galt, dass Spinnen mit ihren Sinneshaaren lediglich Lufterschütterung und Schall ihrer unmittelbaren Umgebung wahrnehmen, weil sie keine richtigen Hörorgane besitzen. Die Jagdmethode der Wurfnetzspinnen legt jedoch nahe, dass die Tiere ihre Beute vor ihrem Sprung gehört haben müssen.

weiterlesen