Behördenkritik nach „Querdenken“-Demo: „Nicht vorbereitet und überfordert“


Zehntausende Menschen protestierten gestern in Leipzig dicht gedrängt gegen die Corona-Maßnahmen. Nach vorzeitiger Auflösung der Demo gab es Randale. Nun wird massive Kritik an Politik und Behörden laut.

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Nach der Eskalation von Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig wird Kritik an Behörden und Politik laut.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht verurteilte die Ausschreitungen scharf und forderte eine „gründliche Aufklärung“. „Was wir gestern in Leipzig gesehen haben, ist durch nichts zu rechtfertigen. Die Demonstrationsfreiheit ist keine Freiheit zur Gewalt und zur massiven Gefährdung anderer“, erklärte die SPD-Politikerin. Eine solche Situation inmitten der Pandemie dürfe sich nicht wiederholen.

Lambrecht: Gipfel der Verantwortungslosigkeit

Tausende dicht an dicht ohne Masken seien ein Gipfel der Verantwortungslosigkeit und des Egoismus, so Lambrecht weiter. „Jeden Tag sterben Menschen am Coronavirus. Wer diese Gefahr leugnet, stellt sich gegen den übergroßen Teil unserer Gesellschaft, der sich an Regeln hält, um sich und alle anderen zu schützen.“

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