Von wegen Männersache: Frauen jagten bereits in der Steinzeit


Lange glaubte man: In der frühen Menschheitsgeschichte gingen die Männer auf Jagd, die Frauen sammelten Nahrung. Eine Studie bringt diese Hypothese ins Wanken.

Wilhelm Pischke | Berliner Zeitung

Illustration einer Jägerin von vor 9000 Jahren in den Anden. Foto:  Matthew Verdolivo, UC Davis IET Academic Technology Services

Auch Frauen machten in der Steinzeit Jagd auf Großwild. Das schließen Forscher aus der Untersuchung frühzeitlicher Grabstätten. Die Annahme, dass nur Männer Jäger gewesen seien, sei damit überholt, schreiben die Forscher im Fachmagazin Science Advances.

2018 entdeckten Forscher bei archäologischen Ausgrabungen in den Anden in Peru ein Grab mit menschlichen Überresten. Analysen der Knochen und des Zahnschmelzes zeigten, dass dort eine Frau bestattet war. In dem Grab befand sich zudem eine Jagdausrüstung mit Projektilspitzen und Werkzeugen zur Tierverarbeitung. Da Grabbeigaben in der Regel Gegenstände waren, die die Menschen im Leben begleitet haben, liege es nahe, dass die Frau Jägerin war, so die Forscher.

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