Deutsche Welthungerhilfe finanziert Wohnungen von Söldnerfamilien in Efrîn


28 Nichtregierungsorganisationen klagen die Welthungerhilfe an, in Efrîn beschlagnahmte Wohnhäuser für Angehörige von Mitgliedern der Besatzungstruppen und von als protürkische Siedler eingesetzten Binnenflüchtlingen zu renovieren.

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28 kurdische und syrische Nichtregierungsorganisationen werfen der deutschen Welthungerhilfe vor, die Häuser der vertriebenen Bevölkerung von Efrîn für Menschen, die gezielt von der Türkei in der Region angesiedelt werden, herzurichten. Damit stützt die unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten stehende „Welthungerhilfe“ direkt die Besatzung in Nord- und Ostsyrien. Konkret geht es dabei um eine Ausschreibung (SYR 1080 – TND-002 & SYR 1078-TND-004) für den Wiederaufbau von 400 Häusern in Efrîn und Azaz.

Welthungerhilfe finanziert Wohnungen von Söldnerfamilien“

Das Zentrum für die Dokumentation von Rechtsverletzungen in Nordsyrien (VDC-NSY) hat bei Twitter mehrere Screenshots von Dokumenten veröffentlicht, welche das in Dîlok (türk. Gaziantep) ansässige Landesbüro der Welthungerhilfe für Syrien/Türkei über die sozialen Netzwerke geteilt hat. In diesen in Arabisch gehalten Dokumenten ist die Rede von 150 Häusern, die in Efrîn renoviert werden sollen. Während die Welthungerhilfe argumentiert, dass diese Häuser Geflüchtete beherbergen, weist das VDC-NSY darauf hin, dass es sich größtenteils um den Besitz von Menschen handelt, die von den Besatzungstruppen vertrieben wurden. In die Häuser seien mittlerweile die Familien von Mitgliedern der SNA-Besatzungsmilizen eingezogen.

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