„Mess-Hopper“ bewerten Online-Gottesdienste – Priester verärgert


Sie klicken sich von einem Online-Gottesdienst zum nächsten und kommentieren die „Performance“ der Zelebranten: „Mess-Hopper“ sorgen unter katholischen Priestern in Irland für Verstimmung – und mancherorts für die Einstellung des Livestreams.

katholisch.de

Im Zuge der Corona-Pandemie müssen sich katholische Priester in Irland mit einem neuen Phänomen auseinandersetzen: „Mess-Hopper“, die sich von einem Online-Gottesdienst zum anderen klicken und den Auftritt der Zelebranten kommentieren, bereiten ihnen zunehmend Probleme. Diese verärgerten viele Geistliche, die ohnehin unsicher und „keine Performer“ seien, sagte ein Sprecher der „Association of Catholic Priests“ laut einem Bericht der Zeitung „Irish Independent“ (Dienstag) bei der Hauptversammlung der Priestervereinigung. Einige der Kommentare seien „sehr verletzend“, weshalb einige Priester aufgehört hätten, Online-Dienste anzubieten. Sie hätten die Situation schlicht „nicht mehr aushalten“ können.

In einer Kolumne auf der Website der irischen Wochenzeitung „The Mayo News“ hieß es vergangene Woche, Priester seien durch die wachsende Zahl von gestreamten Messen immer stärker unter Handlungsdruck geraten. Viele von ihnen seien allerdings bereits um die 70 Jahre alt, technisch nicht versiert und empfänden es als „Gräuel“, in einer leeren Kirche vor einer Kamera oder einem Smartphone die Messe zu halten.

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