Tod nach „Teufelsaustreibung“ in Berlin


Eine 22-Jährige aus Tempelhof soll an der „Salzwasserkur“ eines „Wunderheilers“ gestorben sein. Erste Zeugen sagen im Prozess aus, die Angeklagten schweigen.

Kerstin Gehrke | DER TAGESSPIEGEL

Mit bis zu 64 Gramm Kochsalz soll das Wasser angereichert worden sein.Foto: Robert Günther/dpa

Die Ärzte kämpften um ihr Leben, doch Nesma M. starb kurz nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus. „Die Familie war sehr traurig“, erinnerte sich am Montag einer der Mediziner, die die 22 Jahre alte Patientin behandelten.

Dann aber sei eine Angehörige an ihn herangetreten. „Sie sagte, der jungen Frau sei Salzwasser verabreicht worden.“ Nach seinem Eindruck größere Mengen und gegen ihren Willen. „Ich verständigte die Kriminalpolizei“, erklärte der 34-jährige Arzt am Montag vor dem Landgericht.

Starb Nesma N. an einer „Salzwasserkur zur Teufelsaustreibung“? Davon geht die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen vier Angeklagte aus, darunter ein angeblicher „islamischer Wunderheiler“.

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