Ex-AfD-Abgeordneter tritt offenbar zur NPD über


Seit den Erfolgen der AfD ist die NPD in der Bedeutungslosigkeit versunken. Nun könnte sie wieder einen Abgeordneten auf Landesebene bekommen – in Berlin.

Ingo Salmen, Robert Kiesel | DER TAGESSPIEGEL

DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 04.05.2017: Kay Nerstheimer (Fraktionsloser) bei der 10. Plenarsitzung im Berliner…Foto: imago/Jens Jeske

Aufsehen erregte die NPD in den vergangenen Jahren nur, wenn sie sich einem Verbotsverfahren stellen musste. Parlamentarisch spielen die Rechtsextremisten schon lange keine Rolle mehr. Aufstieg und Rechtsdrift der AfD haben ihnen zuletzt keinen Raum mehr gelassen. Kein Wunder, dass die Partei nun auf allen Kanälen trommelt, um zu verkünden: „NPD wieder in einem Landtag vertreten.“

Ein ehemaliger AfD-Abgeordneter soll zur NPD übergetreten sein, schreibt die Bundespartei auf ihrer Facebook-Seite. Wer das ist, darum macht sie ein großes Geheimnis, um die Aufmerksamkeit zu steigern – bis zur Verkündung der Personalie am Mittwoch.

Sogleich spekulierten die linken Aktivisten vom „Zentrum für Politische Schönheit“, es könnte sich um den Brandenburger Andreas Kalbitz handeln. Der hat nicht nur eine rechtsextreme Biografie, sondern wurde deshalb auch vom Bundesvorstand in diesem Jahr aus der AfD geworfen.

weiterlesen