Vatikan verteidigt Umgang im Fall McCarrick – Versäumnisse und Unterbewertungen


Wer wusste wann was über die sexuellen Verfehlungen von Theodore McCarrick? Das soll ein Bericht offenlegen, der heute im Vatikan veröffentlicht wurde. Grund für die Kirchenkarriere des Ex-Kardinals waren demnach Versäumnisse an verschiedenen Stellen.

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Der Vatikan hat seinen Untersuchungsbericht zum entlassenen US-Kardinal Theodore McCarrick vorgelegt. In dem am Dienstag veröffentlichten Report geht es um die Frage, wie McCarrick trotz seit den 90er-Jahren umlaufenden Gerüchten von moralischem Fehlverhalten Karriere machen konnte. Grund dafür waren demnach Versäumnisse und Unterbewertungen unterschiedlicher Stellen.

Es „seien Entscheidungen getroffen worden, die sich später als falsch herausstellten“, auch, weil nicht immer alle Befragten alles sagten, was sie wussten, heißt es in einem begleitenden Kommentar von Vatican-News-Chefreddakteur Andrea Tornielli. Neben dem 460 Seiten umfassenden Bericht veröffentlichte der Vatikan eine Erklärung von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.

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Vatikan verteidigt Umgang im Fall McCarrick

Der Vatikan verteidigt mit der Veröffentlichung eines Berichts den Umgang von Papst Franziskus und seinen Vorgängern mit dem aus dem Kardinalskollegium und dem Priesterstand entlassenen Ex-Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick.

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Der Bericht zeige, dass alle kirchlichen Entscheidungen einschließlich Bischofsernennungen „vom Einsatz und der Ehrlichkeit der Betroffenen abhängen“, betonte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in diesem Zusammenhang am Dienstag.

McCarrick war wegen Missbrauchs und sexueller Belästigung gegen Seminaristen, darunter auch Minderjährige, 2018 aus dem Kardinalskollegium und 2019 aus dem Priesteramt entfernt worden. Franziskus ordnete die vorliegende Untersuchung 2018 an, nachdem der ehemalige Vatikanbotschafter in den USA, Erzbischof Carlo Maria Viganò, ihm Mitverantwortung an dem Skandal um McCarrick zugeschrieben und seinen Rücktritt gefordert hatte. Viganò gehört zu den schärfsten Kritikern des amtierenden Papstes.

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