Zahlen, bitte! Alle 26 Sekunden: der mysteriöse Puls der Erde


Seit rund 60 Jahren beschäftigt die Forscher ein ungewohnliches Phänomen: In Abstand von 26 Sekunden wird global ein Pulsieren gemessen. Die Ursache ist unklar.

Markus Will | heise online

Bild: heise online

Der Impuls erscheint alle 26 Sekunden, ist vom Menschen nicht wahrnehmbar, aber doch so stark, dass er mit empfindlichen seismologischen Geräten um den ganzen Erdball aufgezeichnet wird. Seit fast 60 Jahren lässt dieses Naturphänomen Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt rätseln.

Erstmals im größeren Rahmen wurde die seismologische Erscheinung Anfang der 1960er Jahre untersucht. Der amerikanische Geologe John Ertle „Jack“ Oliver veröffentlichte 1962 im seismologischen Fachmagazin Bulletin of the Seismological Society of America (BSSA) den Artikel „A Worldwide Storm of Microseims With Periods Of About 27 Seconds„, indem er die Ergebnisse seiner Forschung zu den Mikrobeben präsentierte.

Die Beben erschienen in einem Intervall zwischen im Schnitt 26 und 27 Sekunden und Oliver lokalisierte das Epizentrum im Golf von Guinea. Insgesamt wurden die Beben zwischen den 6. und 7. Juni 1961 erforscht und dabei in 16 von 18 Forschungsstationen über den gesamten Erdball hinweg gemessen.

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