Vatikan nimmt Strafprozess gegen verurteilten Kölner Priester auf


Der Fall hatte Ende vergangenen Jahres für heftige Kritik gesorgt: Trotz Verurteilungen wegen Missbrauchs war ein Priester in drei deutschen Diözesen als Seelsorger tätig. Jetzt nimmt sich die Glaubenskongregation der Sache an.

katholisch.de

Im Fall eines zweimal wegen Missbrauch rechtskräftig verurteilten Priesters hat die Glaubenskongregation im Vatikan einen Strafprozess aufgenommen. Das teilte das Erzbistum Köln am Mittwoch auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. Der inzwischen 87-jährige Ruhestandsgeistliche A. war trotz der Verurteilungen in drei Diözesen als Seelsorger tätig. Erst 2019 verbot ihm der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki priesterliche Dienste.

Der seit 1960 in Köln und dann in Essen-Kettwig wirkende Priester wurde nach den Angaben 1972 wegen „fortgesetzter Unzucht mit Kindern und Abhängigen“ zu einer Haftstrafe verurteilt. Seit 1973 war er an verschiedenen Orten im Bistum Münster eingesetzt, bis er 1988 wegen sexueller Handlungen an Minderjährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Ein Jahr später kehrte er als Altenheimseelsorger nach Köln zurück. Als Ruhestandsgeistlicher war er von 2002 bis 2015 in Bochum-Wattenscheid.

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