Bedford-Strohm: Italien soll „Sea-Watch 4“ freigeben


Nach den jüngsten tödlichen Bootsunglücken auf dem Mittelmeer dringt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erneut auf die Freigabe des Rettungsschiffs „Sea-Watch 4“ durch die italienischen Behörden.

evangelisch.de

Derzeit sei die spanische „Open Arms“ das einzig zivile Rettungsschiff auf dem Mittelmeer, schrieb Bedford-Strohm am Donnerstagabend bei Facebook. Es seien vor allem rechtliche Fragen, die eine zweite Mission der „Sea-Watch 4“ bisher verhindert hätten. „Dass sie bisher mehr Gewicht eingeräumt bekommen als die humanitäre Dringlichkeit, bedauere ich“, schrieb der bayerische Landesbischof.

Unterstützt vom kirchlich initiierten Bündnis „United4Rescue“ hatte die „Sea-Watch 4“ bei ihrer ersten Mission rund 350 Menschen aus Seenot gerettet. Am 20. September wurde das Schiff von italienischen Behörden in Palermo festgesetzt, was mit Sicherheitsmängeln begründet wurde. Die Organisation Sea-Watch hält die Gründe für vorgeschoben.

weiterlesen