Politiker: Kardinal Dziwisz ist „Betrüger mit doppeltem Gesicht“


Die Kritik an Kardinal Stanislaw Dziwisz wird schärfer: Ein Politiker nannte ihn jetzt einen „Betrüger und Menschen mit doppelten Gesicht“ und beklagte einen „Sittenverfall“ in Polens Kirche. Derweil zogen Demonstranten zu Krakaus Bischofsresidenz.

katholisch.de

In Polen wird die Kritik am Krakauer Kardinal und ehemaligen Papstsekretär Stanislaw Dziwisz lauter. Der Abgeordnete Bartlomiej Sienkiewicz nannte den 81-Jährigen am Mittwoch einen „Betrüger und Menschen mit doppelten Gesicht“. Dziwisz habe Missbrauchstäter geschützt und seine Hilfeleistung verheimlicht, so der Politiker der liberalen Oppositionspartei Bürgerplattform im Privatsender Radio Zet. Der Vatikan sei „zerfressen von Korruption und sexueller Leidenschaft“, schimpfte Sienkiewicz. Auch in Polens katholischer Kirche gebe es einen „Sittenverfall“.

Gegen Dziwisz demonstrierten am Dienstagabend in Krakau laut polnischen Medien rund 100 Menschen vor der Bischofsresidenz und der ebenfalls in der Altstadt gelegenen Wohnung des Kardinals. Dem Online-Portal Onet zufolge skandierten sie „Krakau dziwiszfrei“, „Schande“ und „jagt Bischöfe, nicht Bürger“.

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