Wie Bakterien Arsen ins Grundwasser freisetzen


In vielen südostasiatischen Ländern wie Bangladesch und Vietnam ist das Grundwasser stark mit Arsen belastet. Freigesetzt wird es von Mikroorganismen, die das giftige Element aus Mineralien im Sediment herauslösen. Diese Mikroorganismen haben Forscher nun genauer unter die Lupe genommen. Dabei stellten sie fest, dass die Bakterien und Archaeen nicht nur organische Materialien verstoffwechseln, sondern auch Methangas, das in vielen betroffenen Gewässern in hoher Konzentration vorkommt.

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Inkubationsexperiment: Bei Zusatz von Methan zum Sediment setzen Bakterien Arsen frei, erkennbar an der braunen Farbe. (Bild:Andreas Kappler)

In Kriminalromanen ist Arsen ein beliebtes Mittel für Giftmorde. Viele Menschen sind jedoch Tag für Tag hohen Konzentrationen des gefährlichen Elements ausgesetzt. Die langsame Arsenvergiftung führt bei ihnen zu krankhaften Hautveränderungen bis hin zu Krebserkrankungen. Insbesondere in Südostasien ist das Grundwasser, das die Menschen als Trinkwasser und zur Bewässerung ihrer Felder nutzen, stark mit Arsen belastet. Dadurch ist auch Reis häufig kontaminiert. Freigesetzt wird es aus arsenhaltigen Eisenmineralien, die ursprünglich aus den Bergen des Himalaya stammen. Schon länger war bekannt, dass dabei Mikroorganismen eine wichtige Rolle spielen. Wie genau die beteiligten Stoffwechselprozesse ablaufen, war allerdings unklar.

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