150 Beschwerden über Ärzte in Berlin


Was ist schlimmer, fragt ein Arzt, soziale Distanz oder das Virus? Wenn der Mediziner auch Corona-Skeptiker ist.

Hannes Heine | DER TAGESSPIEGEL

Kritiker der aktuellen Sars-Cov-2-Schutzregeln gibt es auch unter Medizinern.Imago/Emmanuele Contini

Das Coronavirus sei schlimm, die nun verbreitete Angst aber schlimmer, heißt es in einer Kreuzberger Praxis. Zwar gebe es Sars-Cov-2, der „Wahnsinn drumherum“ sei jedoch die größere Bedrohung, soll ein Steglitzer Mediziner einem Patienten gesagt haben. Und in einer Zahnarztpraxis in Pankow hustete eine Mitarbeiterin offenbar tagelang – die Arbeit vor Ort sollte sie trotzdem erledigen. Berlins Staatsanwaltschaft prüft inzwischen, ob Ärzte, die die Pandemie verharmlosen oder gar ignorieren, ein Fall für die Justiz werden könnten.

Die Ärzte trugen keine Masken, sagt eine Patientin

Vor einigen Tagen leitete die Berliner Ärztekammer zahlreiche Fälle möglicher Patientengefährdung an die Staatsanwaltschaft weiter. Dabei sind auch Mediziner erfasst, die ihre Patienten aufgefordert haben sollen, auf Mund-Nasen-Bedeckungen zu verzichten. Zudem gebe es den Verdacht, ausgestellter Gefälligkeitsatteste, die Patienten von der Pflicht zum Tragen einer Maske entbinden.

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