Diözesanrat kritisiert Kurs Woelkis bei Aufarbeitung von Missbrauch


Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln hat deutliche Kritik am Kurs der Bistumsleitung bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch geäußert. Die Wahrheit müsse jetzt auf den Tisch gelegt werden, verlangte der Vorstand des Diözesanrates am Freitag in Köln. Es müsse der Weg freigemacht werden „für Gerechtigkeit und einen Neuanfang“.

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Das Erzbistum scheine nicht in der Lage zu sein, die Fälle so aufzuarbeiten oder aufarbeiten zu lassen, dass „Täter und Vertuscher endlich klar benannt werden“, beklagte die Vertretung der katholischen Laien. Dadurch liege „vieles in Scherben“, die Kirche habe an Glaubwürdigkeit verloren. Der Diözesanrat verlangte personelle Konsequenzen für Täter und Mitwisser, ihre Namen müssten offengelegt werden.

Nach der Veröffentlichung der sogenannten MHG-Studie der Deutschen Bischofskonferenz zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche im Herbst 2018 hatte Erzbischof Rainer Maria Woelki eine Münchener Anwalts-Kanzlei mit der Untersuchung für das Erzbistum beauftragt. Die Untersuchung sollte Personal- und sonstige Akten darauf durchleuchten, ob die damaligen Verantwortlichen gegen staatliches oder kirchliches Recht verstoßen haben.

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