Schwesig reagiert auf Caffiers Waffenaffäre: Keine Privatsache


Ministerpräsidentin Schwesig äußert sich erstmals, nachdem Innenminister Caffier seine Waffe eine Privatsache nannte. Er solle alle Fragen klären.

Sebastian Erb, Christina Schmidt | taz

Will es jetzt wissen: Manuela Schwesig (SPD) Foto: Jens Büttner/dpa

In der Waffenaffäre von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Aufklärung von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gefordert. Sie habe den Innenminister gebeten, „alle Fragen zu klären, den Sachverhalt aufzuarbeiten und im Parlament und in der Öffentlichkeit zu erläutern“, ließ Schwesig am Samstagabend über ihren Sprecher ausrichten. Den Angaben zufolge haben sich die beiden am Nachmittag zu einem Gespräch in der Staatskanzlei in Schwerin getroffen. Schwesig äußerte sich nun zum ersten Mal, seit Caffier am Donnerstag in einer Pressekonferenz die Frage, ob er eine Waffe von einem ehemaligen Nordkreuz-Mitglied gekauft habe, zunächst zu einer Privatangelegenheit erklärt hatte.

Caffier habe Schwesig nun versichert, „dass er zum Zeitpunkt des Kaufes seiner Waffe keine Anhaltspunkte für einen Verdacht gegen den Verkäufer der Waffe hatte.“ So hatte sich Caffier am Freitag bereits in einem Interview geäußert und gesagt, er habe die Waffe „Anfang 2018“ gekauft. Die ersten Unterlagen zum Nordkreuz-Komplex seien erst Anfang 2019 in Mecklenburg-Vorpommern angekommen. Es gibt aber Zweifel an dieser Darstellung.

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