Unsere Sonne entstand schnell


Rasante Geburt: Unsere Sonne könnte sich innerhalb von nur rund 200.000 Jahren gebildet haben. In dieser Zeit wurde sie vom „reifen“ prästellaren Kern zum Protostern und wuchs schließlich zum Vorhauptreihenstern heran, wie Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Indizien dafür lieferten ihnen Meteoriten-Einschlüsse, die in dieser Zeit entstanden. Ihre Isotopenverhältnisse spiegeln die Stadien der Sonnenentwicklung wider.

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Unsere Sonne wuchs in der Urwolke heran und könnte sich dabei sehr schnell zur Vorstufe eines Hauptreihensterns entwickelt haben. ©ESO/L. Calçada

Sterne entstehen, wenn eine kosmische Wolke aus Gas und Staub unter ihrer eigenen Schwerkraft kollabiert. Im Zentrum wird die Materie dadurch so stark konzentriert, dass sich ein prästellarer Kern bildet – ein dichter Klumpen aus komprimiertem Wasserstoffgas. Weil weiter Materie auf diesen Kern einstürzt, wächst er und wird schließlich so heiß, dass die Wasserstoffmoleküle zu Atomen zerfallen. Aus dem prästellaren Kern wird ein Protostern.

Noch aber hat die Kernfusion nicht gezündet: Der Protostern leuchtet zwar schon, gewinnt seine Energie aber vor allem aus dem weiter auf ihn einfallenden Material. Der Übergang vom Protostern zum Vorhauptreihenstern erfolgt, wenn der Materieeinfall nachlässt und der Stern sich nun vor allem durch Eigenkontraktion weiter verdichtet. Erst wenn sein Kern dadurch dicht und heiß genug wird, um die Wasserstofffusion zu zünden, ist die Sternbildung abgeschlossen – eine neue Sonne ist geboren.

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