Offenbar Demoverbot vor Reichstag – Corona-Skeptiker wollen trotzdem kommen

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Eine von mehreren Kundgebungen gegen die Corona-Politik am Mittwoch ist abgesagt. Die Polizei vermutet einen Trick und rechnet mit rund 10.000 Teilnehmern.

Felix Hackenbruch | DER TAGESSPIEGEL

In Berlin sind für Mittwoch mehrere Proteste gegen die Corona-Politik angemeldet.Foto: Paul Zinken/dpa

Eine für Mittwoch angekündigte Kundgebung gegen die Corona-Politik vor dem Reichstagsgebäude in Berlin-Mitte ist abgesagt worden. Die Versammlungsleiterin, die zum Netzwerk Impfentscheid Deutschlang gehört, habe die Anmeldung für die Versammlung mit 250 Personen zurückgezogen, sagte ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel.

Offenbar könnte eine weitere Kundgebung mit mehr als 4000 angemeldeten Teilnehmern verboten werden. Das berichtet die Deutsche Presse Agentur mit Verweis auf ein Schreiben des Sicherheitsbeauftragten des Bundestages an die Abgeordneten. Darin heißt es, die angemeldeten Versammlungen gäben auf Grundlage einer Gefährdungseinschätzung des Berliner Landeskriminalamtes Anlass zur Sorge, „dass der Parlamentsbetrieb beeinträchtigt wird, weil sowohl mit Angriffen auf die Gebäude des Deutschen Bundestages und auch auf Personen“ zu rechnen sei. Hinzu kämen gesundheitliche Gefährdungen für Abgeordnete und andere Menschen, die Zutritt zum Bundestag hätten, da mit Verstößen der Versammlungsteilnehmer gegen Corona-Regeln zu rechnen sei.

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