Inwieweit sterilisiert natürliches UV-Licht?


UV-Strahlung kann Viren effektiv den Garaus machen – in Kunstlicht, aber auch im Tageslicht steckt dieses Potenzial. Forscher haben nun ausgelotet, wie stark der Sterilisations-Effekt des natürlichen UV-Lichts gegenüber Corona-Viren vom Standort und der Jahreszeit abhängt. Die Ergebnisse bestätigen, dass die natürliche Strahlung im Freien die Dauer des Infektionspotenzials von Sars-CoV-2 stark einschränken kann. Die schwache winterliche Strahlung kann in unseren Breiten jedoch nur wenig bewirken. Das Virus kann dadurch im Freien bis zu einem ganzen Tag infektiös bleiben, sagen die Forscher.

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Im Winter kann die natürliche UV-Strahlung SARS-CoV-2 b auf Oberflächen im Freien nicht ausreichend inaktivieren. (Bild: 100/iStock)

UV-Licht ist energiereich, das weiß jeder der schon einmal einen Sonnenbrand abbekommen hat: Die hochfrequente Strahlung kann biologische Strukturen beschädigen – vor allem das Erbgut. Höhere Lebewesen besitzen komplexe Schutz- und Reparaturmechanismen, um sich vor der UV-Strahlung und ihren Folgen zu schützen. Bakterien und Viren sind den Effekten hingegen weitgehend schutzlos ausgeliefert: Die Strahlung kann ihr Erbgut zerschießen und sie dadurch ausschalten. Deshalb wird künstliches UV-Licht zur Sterilisierung von Oberflächen eingesetzt. Es ist auch bekannt, dass die natürliche UV-Strahlung des Sonnenlichts Viren in der Umwelt inaktivieren kann. Die sogenannte viruzide Wirksamkeit von Tageslicht hängt dabei von der Empfindlichkeit der jeweiligen Virusart gegenüber UV-Licht ab sowie von der Strahlungsintensität.

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