Trumps Reaktion heißt Rache


Der Noch-Präsident versucht weiter, seine Wahlniederlage abzuwenden – und erleidet einen Rückschlag nach dem anderen. Inzwischen behilft er sich mit symbolischen Aktionen wie jener, den Chef der US-Agentur für Cybersicherheit zu feuern.

Alan Cassidy | Süddeutsche Zeitung

Es könnte besser laufen für Donald Trump, in jeder Hinsicht. Bei seinem Versuch, seine Wahlniederlage gegen Joe Biden noch irgendwie abzuwenden, erleidet der Präsident einen Rückschlag nach dem anderen. Rückschläge vor Gericht, Rückschläge in den entscheidenden Bundesstaaten, Rückschläge selbst in der Republikanischen Partei. Vielleicht muss sich Trump deshalb mit symbolischen Aktionen behelfen. Am Montagabend gab er über Twitter bekannt, dass er Chris Krebs gefeuert habe, den Chef der US-Agentur für Cybersicherheit.

Krebs arbeitete seit zwei Jahren als Direktor der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency, einer Behörde im Heimatschutzministerium. Er war von Trump selbst auf den Posten berufen worden. Vergangene Woche hatte die Agentur eine Stellungnahme verbreitet, in der sie die anhaltenden Behauptungen Trumps über einen massiven Wahlbetrug zurückwies. „Die Wahl am 3. November war die sicherste in der amerikanischen Geschichte“, hieß es in der Stellungnahme, der sich auch die Wahlleiter der Bundesstaaten angeschlossen hatten.

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