Maßnahmen gegen verurteilten Pfarrer „pflichtwidrig unterlassen“: Missbrauchsgutachten belastet Kardinäle Meisner und Höffner


Trotz Verurteilung wegen „fortgesetzter Unzucht mit Kindern“ wurde auf kirchliche Maßnahmen gegen Pfarrer A. verzichtet – stattdessen war er weiter in der Seelsorge tätig: Ein Sondergutachten belastet nun die früheren Kölner Kardinäle Joseph Höffner und Joachim Meisner.

katholisch.de

Ein Sondergutachten wirft den früheren Kölner Kardinälen Joseph Höffner und Joachim Meisner einen falschen Umgang mit einem Missbrauchsfall vor. Höffner habe Pfarrer A. trotz Verurteilung wegen „fortgesetzter Unzucht mit Kindern“ wieder in der Seelsorge eingesetzt, zitiert die „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“ (Donnerstag) aus einer unveröffentlichten Untersuchung der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW).

Ein kirchenrechtliches Verfahren gegen den erneut straffällig gewordenen Geistlichen habe Höffner „pflichtwidrig unterlassen“, heißt es weiter. Auch sein Nachfolger Meisner habe um die Taten des Pfarrers gewusst, aber „pflichtwidrig sowohl auf jegliche Sanktionierung (…) kirchlicherseits als auch auf Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Kinder und Jugendlicher verzichtet“. Beide Kardinäle sind bereits vor Jahren gestorben.

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