Dieter Nuhrs Ausflug in die Rassismustheorie: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten“


Der Kabarettist Dieter Nuhr bezichtigt die Schwarze Autorin Alice Hasters des umgekehrten Rassismus. Hätte er doch mal ihr Buch gelesen. Ein Kommentar.

Hannes Soltau | DER TAGESSPIEGEL

Der Kabarettist Dieter Nuhr auf der Bühne.Foto: Henning Kaiser/dpa

Er hat es sich in dieser Rolle gemütlich gemacht. Der Kaberettist Dieter Nuhr bleibt der ewige Rebell gegen die Political Correctness. Dazu reicht es ihm längst nicht mehr, seinen altbackenen Humor zu verbreiten. („Wenn unsere Kinder meinen, wir können diese Welt mit ein bisschen Sonne und Wind antreiben, dann sollten wir Eltern ihnen ein Hamsterrad mit Dynamo ins Kinderzimmer stellen“)

Nein, er unterzeichnete unlängst auch gemeinsam mit Rechtskonservativen wie Peter Hahne oder Vera Lengsfeld den „Appell für freie Debattenräume“, der sich gegen eine vermeintliche „Cancel Culture“ in Deutschland richtet.

Nun legte er nach. Bei einem Auftritt in seiner ARD-Sendung am vergangenen Donnerstag hatte Nuhr erklärt, er habe das Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ von Alice Hasters am Flughafen gesehen. Dieser Titel sei „reißerisch“ und „rassistisch“, weil er Weißen auf Grund ihrer Hautfarbe automatisch Rassismus unterstelle.

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