Papier der Adenauer-Stiftung fordert Debatte über Sterbehilfeurteil


Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Zulässigkeit der Suizidassistenz durch Sterbehilfeorganisationen will die Konrad-Adenauer-Stiftung eine neue Diskussion über das Thema anstoßen. Mit dem Urteil werde eine „revolutionäre Wendung markiert“, heißt es in einem Analysepapier der CDU-nahen Stiftung, das dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt.

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Geschrieben hat es die evangelische Theologieprofessorin Elisabeth Gräb-Schmidt. Sie fürchtet, dass diese Wende Gefahr laufe, „die Solidarität mit den Schwachen aus dem Blick zu verlieren“.

Gräb-Schmidt problematisiert in dem Papier, dass das Bundesverfassungsgericht sein Urteil mit der durch das Persönlichkeitsrecht garantierten Selbstbestimmung begründet. Die Karlsruher Richter sind der Auffassung, dass dies auch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben und damit die Freiheit, sich das Leben zu nehmen, einschließt. Gräb-Schmidt schreibt, diese Betonung der Selbstbestimmung verstehe die Freiheit und Würde des Menschen sehr abstrakt. Sie stellt dem das christliche Menschenbild gegenüber, nach dem der Mensch auch in seinem Bezogensein zu anderen verstanden werde.

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