Erzapostel Heße wendet sich an Bischofskongregation: Rom soll entscheiden


Nach der Debatte über Missbrauch im Erzbistum Köln wendet sich der Hamburger Erzbischof Stefan Heße nun an den Vatikan. „Ich kann nicht Richter in eigener Sache sein“, so Heße. Rom soll auch über Konsequenzen für Heßes Bischofsamt entscheiden.

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Der Erzbischof von Hamburg, Dr. Stefan Heße, lässt vorerst sein Amt als Geistlicher Assistent des Zentralkomitees der Katholiken ruhen. Zugleich hat sich der Erzbischof am Freitag offiziell mit einem Schreiben an die Bischofskongregation in Rom gewandt. Darin informiert er diese über die aktuelle Situation und die öffentliche Debatte um die Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Köln, mit denen auch er als damaliger Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal und Generalvikar befasst war.

Er kündigt in dem Brief zudem an, dass er – sobald die Ergebnisse der jetzt in Köln laufenden Untersuchung vorliegen – diese an die Bischofskongregation senden werde. „Auf meine Bitte hin soll Rom prüfen, ob die dann vorliegenden Untersuchungsergebnisse Auswirkungen auf mein Amt als Erzbischof in Hamburg haben“, so der Erzbischof. Köln hat die Vorlage der Untersuchung für März 2021 angekündigt.

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