Parteitag beschließt: Grüne gehen auf Distanz zu Homöopathie


Krankenkassen sollen nach dem Willen der Grünen nur noch Leistungen übernehmen, „deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist“. Dem Homöopathie-Kompromiss ging ein „nicht ganz einfacher Prozess“ voraus.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Grünen haben in ihrem langwierigen Streit um die Homöopathie eine Lösung gefunden. Der Parteitag billigte am Sonntag eine Formulierung, derzufolge nur noch Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden sollten, „die medizinisch sinnvoll und gerechtfertigt sind und deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist“. Damit gehen die Grünen auf Distanz zu Homöopathie als Kassenleistung – auch wenn die umstrittene Heilmethode in dem Text nicht ausdrücklich genannt wird.

Eine noch weitergehende Formulierung, derzufolge Leistungen, deren Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus nicht wissenschaftlich bewiesen sei, explizit als Kassenleistung ausgeschlossen werden sollten, fand aber keine Mehrheit.

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