DNA als Zufallszahlengenerator


Erbmolekül als Verschlüsselungshelfer: Die meisten echten Zufallszahlen werden heute mithilfe physikalischer Prozesse generiert. Doch auch die DNA-Synthese eignet sich als Zufallszahlengenerator, wie nun ein Experiment belegt. Dabei erzeugt die zufällige Abfolge der Basen in kurzer Zeit Millionen Gigabyte an Zufallszahlen. Dies ist das erste Mal, dass echte Zufallszahlen dieser Größenordnung auf chemischer Basis erzeugt wurden, wie Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

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Aus der Basenabfolge der DNA lassen sich digitale Zufallszahlen generieren. ©Nattapon Kongbunmee/ iStock

Zufallszahlen werden für die Verschlüsselung von Daten benötigt, aber auch in der Statistik und Simulation. Diese Zahlen in der nötigen Länge und Geschwindigkeit zu produzieren, ist jedoch aufwändig. Zwar gibt es Zufallszahlengeneratoren, die mithilfe spezieller Algorithmen solche Zahlenfolgen generieren. Weil sie aber einem festen, reproduzierbaren Verfahren folgen, sind ihre Zahlen nicht komplett unberechenbar und daher für die Kryptografie nicht geeignet.

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