Kritik an „Querdenken“: „Krude Verharmlosungen des Holocaust“


Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Klein hat die „Querdenken“-Bewegung scharf kritisiert. Die Vergleiche von Corona-Beschränkungen mit der Judenverfolgung verhöhne die Opfer. Auch von CSU-Chef Söder kommt heftige Kritik.

tagesschau.de

Querdenken Demo in Hannover | Bildquelle: dpa

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat Vergleiche der „Querdenken“-Bewegung von aktuellen Corona-Beschränkungen mit der Verfolgung von Juden während des Nationalsozialismus heftig kritisiert. „Die zunehmenden Vergleiche von Protestierenden gegen die Corona-Maßnahmen mit Opfern des Nationalsozialismus verhöhnen die tatsächlichen Opfer und relativieren die Schoah“, sagte er dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND).

„Wie wichtig Bildung ist“

„Der Holocaust ist kein Abziehbild für jedwede Opfergefühle“, betonte Klein. Die jüngsten Vorgänge in Hannover und Karlsruhe zeigten vielmehr, wie wichtig Bildung sei. „Wer über Anne Frank und Sophie Scholl gut Bescheid weiß, wird kaum solch krude Verharmlosungen äußern.“ Klein begrüßte, dass die Kritik an solchen Vergleichen nun hohe Wellen schlage: „Es zeugt von einem funktionierenden Wertesystem der demokratischen Mehrheit.“

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