Wie Ekel uns den Magen umdreht


Lieber wegschauen: Wie stark wir Abscheu und Ekel empfinden, ist nicht rein psychologisch bedingt. Stattdessen hängt es auch buchstäblich davon ab, ob und wie stark sich uns „der Magen umdreht“, wie ein Experiment enthüllt. Wurden die instinktiven Kontraktionen des Magens durch ein Medikament unterdrückt, hielten die Probanden Ekelbilder von Fäkalien länger aus. Ihr subjektives Ekelgefühl hatte sich zwar nicht verringert, aber sie konnten sich eher an den Abscheu gewöhnen.

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Der Abscheu vor Ekligem ist instinktiv – und überraschend eng mit den Bewegungen unseres Magens verknüpft. ©Imgorthand/ iStock

Ekel ist ein wichtiger Schutzmechanismus des Körpers, der uns zum Beispiel davor bewahrt, verdorbene Lebensmittel zu uns zu nehmen. Typischerweise wird dieses Gefühl des Abscheus von Übelkeit und unangenehmen Kontraktionen des Magens begleitet – im Extremfall müssen wir uns sogar übergeben. Ekel kann aber auch im sozialen Kontext auftreten – beispielsweise bei der Abgrenzung gegenüber Fremden und sogar bei Moralurteilen kann sich uns sprichwörtlich der Magen umdrehen.

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