Forscher werfen Facebook vor, Beweise für Kriegsverbrechen zu löschen


Ein Verkaufsverbot für historische Artefakte ist zwar seit Juni in Kraft, Facebook fehle jedoch die Expertise zur richtigen Durchsetzung ihrer Regeln, so der Vorwurf

DERSTANDARD

Facebook dient als Verkaufsplattform für gestohlene Kunst. Foto: AP/Richard Drew

Obwohl Facebook bereits im Juni ein Verkaufsverbot für historische Artefakte durchsetzte, floriert der illegale Handel mit gestohlenen Antiquitäten in geheimen Facebook-Gruppen. Das werfen Forscher des Athar Projects – eine Gruppe, die sich unter anderem mit Schmuggel und Terrorismusfinanzierung auseinandersetzt – Facebook vor. Das Problem geht jedoch weit über bloßen Kunstdiebstahl hinaus.

Denn der illegale Handel mit geplünderten Antiquitäten trägt bereits seit Jahren in beachtlichem Ausmaß zur Finanzierung von Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat bei.

Unzählige Angebote trotz Verboten

Wie schwerwiegend das Problem auf Facebook ist, zeigten die Athar-Forscher vor wenigen Tagen anhand eines Beispiels: Am 24. Oktober bot ein Facebook-Nutzer in einer privaten Gruppe mit tausend Mitgliedern gleich mehrere historische Artefakte zum Kauf an. Unter anderem eine griechisch-römische Marmorstatue.

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