Geheimdokument belastet Türkei


Das von deutschen Soldaten im Mittelmeer kontrollierte türkische Schiff wird seit geraumer Zeit verdächtigt, für illegale Waffenlieferungen nach Libyen zu dienen.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Das geht aus einem Geheimdokument der EU hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach ist der Frachter bereits in einem UNO-Sonderbericht aktenkundig. Die Kontrolle des türkischen Containerschiffes durch die Bundeswehr war am Sonntag im Rahmen der EU-Operation „Irini“ erfolgt. Die Regierung in Ankara sprach von einem rechtswidrigen Einsatz und einer unbefugten Gewaltanwendung. Von der Einsatzführung der Mission hieß es dagegen, es habe Gründe zu der Annahme gegeben, dass das kontrollierte Schiff gegen das UNO-Embargo gegen Libyen verstoßen könnte. Ob der Frachter tatsächlich Waffen oder andere verbotene Güter an Bord hatte, ist bis heute unklar. Die Bundeswehr musste die Durchsuchung des Schiffes vorzeitig abbrechen.