Rassismusvorwurf am Staatsballett Berlin: Weiße Schminke für Schwanensee


Eine schwarze Tänzerin erhebt Vorwürfe gegen das Staatsballett Berlin. Im Training sei sie mehrfach rassistisch beleidigt worden.

Katrin Bettina Müller | taz

Die französische Tänzerin Chloé Lopes Gomez Foto: Strempel’s Photography Services

Das Staatsballett Berlin ist von Problemen gebeutelt. Im Januar hatte sich die neue Doppelspitze in der Intendanz, Johannes Öhman und Sasha Waltz, nach nur einer Spielzeit wieder zurückgezogen. Dann kam Corona, und wie alle Theaterensembles konnte auch diese große Ballettcompagnie nur wenige Aufführungen im Herbst zeigen. Jetzt muss das Staatsballett, von Christiane Theobald kommissarisch geleitet, sich mit Vorwürfen des Rassismus ausein­an­dersetzen.

Die französische Tänzerin Chloé Lopes Gomez wirft dem Staatsballett vor, von einer Ballettmeisterin, deren Namen nicht genannt wird, mehrfach im Training mit rassistischen Bemerkungen kleingemacht worden zu sein und von dem Intendanten Johannes Öhman keinen genügenden Schutz erfahren zu haben. Chloé Lopez Gomez ist die erste und einzige schwarze Tänzerin in einem 90-köpfigen Ensemble, in dem 30 Nationen vertreten sind.

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