Zeitung veröffentlicht Sondergutachten über Missbrauchsfall Pfarrer A.


Jetzt ist es öffentlich: Das Sondergutachten wirft den Kölner Kardinälen Höffner und Meisner, dem Münsteraner Bischof Tenhumberg sowie zwei Ex-Generalvikaren Fehlverhalten im Fall eines Missbrauchstäters vor. Auch Erzbischof Stefan Heße wird genannt.

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Das vom Erzbistum Köln bisher zurückgehaltene Sondergutachten zu einem zweimal wegen Missbrauchs verurteilten Geistlichen ist jetzt öffentlich zugänglich. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ stellte die Expertise über den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Pfarrer A. auf seine Homepage. Die bereits im August vergangenen Jahres vorgelegte Untersuchung ist Teil eines Gesamtgutachtens der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW), dessen Veröffentlichung das Erzbistum wegen „methodischer Mängel“ Ende Oktober absagte. Der Kölner Strafrechtler Björn Gercke soll bis 18. März eine neue Untersuchung vorlegen.

Das jetzt nachzulesende Gutachten wirft den verstorbenen Kölner Kardinälen Joseph Höffner (1906-1987) und Joachim Meisner (1933-2017) sowie dem Münsteraner Bischof Heinrich Tenhumberg (1915-1975) vor, „pflichtwidrig“ kirchenrechtliche Verfahren gegen den inzwischen 87-jährigen Geistlichen unterlassen und ihn trotz der Kenntnisse über seine sexuellen Übergriffe wieder in der Seelsorge eingesetzt zu haben.

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