Tempo 30 zur Entlastung von Krankenhäusern


Nicht nur Covid19-Patienten brauchen Intensivbetten. Nachbarländer denken daher nach, wie die Zahl der Verkehrsopfer gesenkt werden kann

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Die Millionengrenze ist erreicht. Bis Donnerstag hatten sich in Deutschland 1.007.617 Menschen mit dem Covid19-Virus infiziert, berichtet eine von diversen deutschen Zeitungen betriebene und genutzte Plattform, die regelmäßig alle Gesundheitsämter abfragt. Die Daten differieren meist geringfügig von denen des Robert-Koch-Institut und scheinen in der Regel ein paar Stunden voraus zu sein.

Natürlich ist das nur eine symbolische Grenze, deren Überschreitung den einen alarmieren, die andere eher weniger aufrütteln mag. Wichtiger ist, dass sich die täglichen Neuinfektionszahlen – wenn auch nicht mehr steigend – weiter auf sehr hohem Niveau bewegen. Die bisherigen Maßnahmen haben den weiteren Anstieg aufhalten. aber noch kein Abflachen der Kurve bewirken können.

Mittwoch und Donnerstag kamen jeweils wie schon in den Vorwochen etwas über 22.000 Neuinfizierte hinzu. Zum Wochenende hin gehen die Meldungen dann für gewöhnlich deutlich zurück. Alles in allem betragen die Zahlen der Neuinfizierten derzeit etwa das Vierfache des auf dem Höhepunkt der ersten Welle im Frühjahr erreichten.

Entsprechend steigt die Zahl der täglichen Todesfälle weiter an und liegt mittlerweile bei etwas über 400 täglich. In den Krankenhäusern sind inzwischen die Gesundheitsarbeiter und auch oft die Intensivstationen am Limit.

In Berlin zum Beispiel sind nun ein Viertel aller Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt und nur noch elf Prozent frei. Anderswo im Land sind noch mehr Plätze frei, wie das bundesweite „Intensivregister“ zeigt, aber das kann sich schnell ändern.

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