Umstrittener Bundeswehreinsatz: Satellitenbilder belasten die Türkei


Nach der umstrittenen Bundeswehr-Inspektion auf einem türkischen Frachter gibt es laut einem Medienbericht weitere Hinweise. Satellitenaufnahmen sollen einen möglichen Waffenschmuggel zeigen.

tagesschau.de

Ein deutscher Soldat seilt sich von einem Helikopter auf den türkischen Frachter „Roseline A“ ab. | Bildquelle: AFP

Im Streit über die Durchsuchung des türkischen Frachters „Roseline A“ durch Soldaten der Bundeswehr verdichten sich die Hinweise, dass das Schiff illegal Waffen in das Bürgerkriegsland Libyen geliefert haben könnte.

Demnach hatten Militäranalysten der EU-Operation IRINI auf Satellitenaufnahmen von einem früheren Hafenaufenthalt des Schiffs im libyschen Misrata erkannt, dass damals gepanzerte Militärfahrzeuge ausgeladen worden waren, wie der „Spiegel“ berichtet. Beim jüngsten Hafenaufenthalt der „Roseline A“ im türkischen Hafen Ambarli im November sei dann auf Überwachungsbildern erneut verdächtige Ware entdeckt worden.

Der türkische Frachter war vergangenen Sonntag nördlich der libyschen Stadt Bengasi von der Bundeswehr-Fregatte „Hamburg“ angehalten worden, weil der Verdacht bestanden hatte, dass sich an Bord des türkischen Schiffes Waffen befinden. Im Rahmen der EU-Mission IRINI hat die Bundeswehr den Auftrag Waffenschmuggel in das libysche Kriegsgebiet zu verhindern.

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